Canon 550D – Social Review

25 02 2010

Vor nicht einmal einem Jahr habe ich hier ausführlichst über die neue Generation der DSLR-Kameras gebloggt und die neue und damals leistbarste Kamera von Canon reviewt – die EOS 500D.
Ohne damals groß Werbung für meinen Text zu machen fanden doch einige tausend Interessenten auf mein Blog und mein Youtube/Vimeo.

he loves the cam

Nun steht die Canon EOS 550D in den Startlöchern und das „Muss Haben“-Gefühl meldet sich so stark wie selten zuvor. Ich kann sie mir mit meinem Studentengehalt zwar nicht leisten, aber ich brauche sie. Meine größten Hobbies sind die Fotografie und das Filmen, also scheiß erstmal aufs Geld, der Fortschritt ist zu groß, um jetzt nicht zuzuschlagen.
Wunderbare Werke sind mit der 500D entstanden – angefangen mit den Testvideos in meinem Blogpost über Interviews u.a. mit Richie Pettauer, Dieter Rappolt oder Amanda Palmer bishin zu Dokus, Berichten, Reportagen und kleinen Imagefilmen.
Ebenso hat mich auch meine Liebe zur Fotografie nicht verlassen, vor allem jene zur HDR-Technik.

Die 550D kann all meine Einsatzgebiete noch besser abdecken. Sie hat 5 statt 3 Belichtungsreihen für die HDR-Fotografie, d.h. mehr Dynamic Range und sie bietet FullHD mit 30 statt 20 Bildern pro Sekunde (und 720p mit 60 statt 30) – und alle Einstellungen sind endlich manuell steuerbar. Ein weiteres Killerargument ist ein Mikrofoneingang. Bis jetzt habe ich der schwachen Onboard-Qualität mit einem externen, entkoppelten Mikro geholfen, was dann besonders in der Synchronisation im Schnitt außerordentlich „Spaß“ macht, wenn man Stunden mit Waveform-Anpassungen verbringt. 320kbps MP3 und 20 oder 30fps MOV vertragen sich nämlich Geschwindigkeitsmäßig überhaupt nicht. Nun kann ich den Ton direkt aufnehmen und erspare mir viel Arbeit.

Sie kommt also demnächst ins Haus und da das letzte Review so super angekommen ist, gibt es natürlich wieder eines – und zwar ein Social Review. Das soll heißen du, ja, genau DU postest unter diesen Beitrag einen Kommentar, wo du mir sagst was dich interessieren würde und ich rücke dann mit Sack und Pack aus und mache entsprechende Tests (natürlich nicht verpflichtend).
Du willst ein HDR mit 3 VS 5 Belichtungsreihen sehen? Poste es!
Du willst den Rolling Shutter Effekt mit der 500D verglichen haben? Poste es!
Du hast schon einen entsprechenden Test gemacht? Poste es!
Du willst, dass ich dir einen Werbefilm drehe und willst mich dafür bezahlen? Poste es!

Falls sich jemand die 550D zulegen will, dann würde ich mich freuen, wenn er dies über folgende Links machen würde:
Canon EOS 550D DSLR inkl. EF-S 18-55mm IS Objektiv
Canon EOS 550D DSLR – Body
Canon EOS 550D DSLR Kit inkl. EF-S 18-135mm IS Objektiv

Ich drehe übrigens in den nächsten Wochen/Monaten einen neuen Kurzfilm mit der 550D! Also abonniere mein Vimeo/Youtube und natürlich den Blog (RSS)!

Die Canon EOS 500D geht nach dem Testbericht der 550er übrigens ins Ebay – den Link poste ich dann noch rechtzeitig. Verkaufe sie gerne auch Privat, wenn das Angebot stimmt!

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Amanda (Fucking) Palmer

13 02 2010

Als ich die Dresden Dolls am Donaufestival 2006 in Krems das erste Mal live erleben durfte war ich hin und weg von der unglaublich energiegeladenen und verdammt lauten Performance von Amanda Palmer und Brian Viglione. Ich habe sie dann nur noch ein Mal, am Frequency 2008, gehört und fotografiert. Dann war es ziemlich ruhig rund um die Dolls, bis ich vor etwa einem halben Jahr auf Amandas Twitter-Account und weiters auf ihre Website stieß.

Amanda Fucking Palmer

Amanda twittert und bloggt so ehrlich, so menschlich und natürlich. Sie scheißt sich gar nichts, kritisiert die abgehobenen Stars und Sternchen und berichtet von hinter der Fassade der Glamour- Film- und Musikindustriewelt. Sie setzt rein auf Social Marketing und freut sich, wenn Konzertmitschnitte oder Videos ihrer Peformances online gehen. Fotoverbot auf ihren Konzerten gibt es nicht. Sogar das Merchandise wird crowdgesourct, d.h. Fans dürfen es basteln und verkaufen, und immer wieder gibt es Livestreams, wo sie Fragen beantwortet, über Gott und die Welt philosophiert, den über 2000 Zusehern Lieder vorspielt und dabei viel Wein trinkt. Es gibt keine Geheimnisse. So twittert sie auch mal gerne das eine oder andere Nacktfoto, spricht über Koks, illegale Downloads oder einfach über ihre Gefühle zu ihrem Verlobten Neil Gaiman. Wenn sie ein Keyboard, ein Flasche Wein oder einen Schlafplatz bei Fans braucht – Twitter hilft weiter.
Und die Strategie funktioniert. Sie feiert demnächst ihren 400.000 Follower und tourt erfolgreich durch alle Welt, nimmt derzeit ein neues Album in Australien auf.

Ich hatte das Glück, sie kennen zu lernen und sie ist wirklich so wunderbar, wie man sie online und auf der Bühne erlebt. Ein netter, (nudistisch veranlagter ;)), offener und am Boden gebliebener Mensch. Und obwohl sie Ninja ist, geht sie wie ein Pirat.
Hier das Interview, dass wir mit ihr geführt haben: The Music Industry Needs To Die


Video auf Youtube ansehen

Tags darauf hat Amanda die Arena Wien mit Ukulele und Keyboard gerockt. Sie hat über Twitter Karten verlost, ich hab zwei gewonnen. Es ist unglaublich, welche Resonanz und Energie sie aus nur einem Instrument hervorbringt. Eine sehr interessante Stimmung, wenn man trotz dieser Power in den für sie typischen Songpausen die Leute rund um einen atmen hören konnte. Ihre Setlist lies keine Wünsche offen (und wenn, dann konnte man sich ja auch Lieder wünschen), so war von einem anfänglichem Heintje-Cover, über mein derzeitiges Lieblingslied – eine verdammt energetische Version von Astronaut, einer Ode an eine ausgenommene Forelle, Billie Jean bishin zu ihren zuletzt auch am Frequency gespielten Eisbär oder dem mir vom Donaufestival als Zugabelied für immer in Erinnerung gebliebenem Halleluja so ziemlich alles dabei. Auf Youtube kann man sich locker das Komplette Konzert nochmal anhören.
Nach Konzertende stürzte sie sich in die Menge und tratschte mit ihren Fans, lies sich fotografieren. So verkauft man sich bzw. Musik meine lieben Künstler!

Auch Amanda Palmers soziale Macht bekam ich später am Abend noch zu spüren. Ich twitterte meine Fotos, die ich am Abend geschossen hatte. Amanda fand ihr Lieblingsfoto und stellte es auf ihren Twitpic-Account. 24 Stunden – 8.000 Views. Und später fand es noch in ihrem Blog Verwendung. Nice.